A wie – Apfel!

Was den Schweizern ihr Käse, den Belgiern ihre Schokolade, ist uns Südtirolern der Apfel. Als Land der Milliarden Apfelblüten bezeichnet, ja sogar als Obstgarten Europas, ist Südtirol schon so etwas wie ein kleines Apfelparadies. Obwohl. Klein trifft es nicht ganz. Schließlich stammen ganze 10 Prozent aller Äpfel Europas von hier. Über 7.000 Südtiroler Apfelbauern gibt es. Und wir gehören dazu. Schon Martins Urgroßvater war stolz auf seine Früchte. Und das konnte er auch sein. Schließlich waren diese so köstlich, dass sie in Blattgold gewickelt ihren Weg auf den Tisch des russischen Zaren fanden. Eine unglaubliche Geschichte, nicht wahr? Damals bauten unsere Vorfahren am Pulthof, woher auch unsere Mühle stammt, vorwiegend den Calville-Apfel an. Nicht minder ein Genuss sind die Sorten Gala, Golden Delicious, Red Delicious, Bonita, Cosmic Crisp® und Pinova, die heute in unserem Apfelgarten wachsen. Jetzt im Herbst, je nach Wetter von September bis November, wird es für uns Zeit, die Ernte einzufahren. Ganze 12.300 Apfelbäume wollen geerntet werden. Du hast richtig gelesen. 12.300. Eine beeindruckende Zahl, nicht wahr? Möglich wird das durch eine besondere Anbauform, die Apfelbäumchen wachsen nämlich schmal und hoch wie Weinreben. Das spart nicht nur Platz, sondern sorgt auch dafür, dass jeder einzelne Apfel gleich viel Sonne abbekommt.

 

Bio? Logisch!

Nicht nur die Sonne, sondern das besondere Mikroklima ist es, welches das Vinschgau zum perfekten Apfelgarten macht. So richtig erkannt hat man das im 20. Jahrhundert, als die Bauern anfingen, sich zu Genossenschaften zusammenzuschließen. Der erste Apfelbaum Südtirols wurde aber schon viel früher gepflanzt, nämlich im 13. Jahrhundert. Und wenn wir schon bei den Meilensteinen der Südtiroler Apfelhistorie sind: 2019 war für uns als Familienbetrieb ein besonderes Jahr. Wir haben uns nämlich entschieden, voll und ganz auf die biologische Landwirtschaft umzustellen. Da ist zwar ein gutes Stück mehr Arbeit, aber wir finden, es zahlt sich aus. Und: Man schmeckt den Unterschied! Zum Beispiel, wenn du unsere Bioäpfel in eine köstliche Torte verwandelst. Wie du unser Lieblingsrezept zuhause nachbacken kannst, haben wir dir hier aufgeschrieben:

Latscher Apfeltorte

aus dem Buch Vinschger Köstlichkeiten – süße Rezepte der Vinschger Bäuerinnen

Zutaten:

75g weiche Butter

150g Zucker

2 TL Vanillezucker

100g Mehl

50g Speisestärke

1 Prise Salz

1 TL Backpulver

4 Eier

750g säuerliche Äpfel, z.B. Pinova oder Bonita

250g Mascarpone

Puderzucker zum Bestäuben

 

Zubereitung:

Rühre die weiche Butter mit 100g Zucker, 1 TL Vanillezucker und der Prise Salz schaumig. Füge nach und nach zwei Eier hinzu. Dann mische das Mehl mit der Speisestärke und dem Backpulver und hebe es unter den Teig. Den füllst du dann in eine eingefettete Springform und streichst ihn glatt. Schäle deine Äpfel, entferne das Kerngehäuse und schneide die Äpfel in ca. ½ cm dicke Scheiben. Dann belegst du den Teig mit den Apfelringen. Jetzt kannst du deine Apfeltorte im vorgeheizten Backrohr bei 180 Grad ca. 35 Minuten backen. In der Zwischenzeit verrührst du den Mascarpone mit den restlichen 2 Eiern, dem übrigen Zucker und Vanillezucker. Hol deine Torte aus dem Ofen, übergieße ihn mit der Mascarpone-Mischung und backe ihn bei 150 Grad weitere 25 Minuten. Nach dem Auskühlen kannst du ihn noch mit Puderzucker bestäuben.

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